Streithaehne in Chiang Mai

27 03 2010

Unser naechster Stopp im Norden war Chiang Mai, die zweitgroesste Stadt Thailands. Aber trotz der Groesse wirkt Chang Mai bei weitem nicht so hektisch und chaotisch wie Bangkok. Das recht kleine Stadtzentrum ist teilweise noch von einer alten Stadtmauer umgeben und besteht aus einem Gewirr von kleinen Gassen, die sich am Wochenende in einen faszinierenden bunten Markt verwandeln. Wir haben uns von Stand zu Stand durchgekostet und Philipp hat sogar seine erste Heuschrecke verzehrt (war angeblich gar nicht so schlecht – recht knusprig mit hoelzernem Geschmack).

Unser Kulturprogramm haben wir auch fortgesetzt und neben ein paar Tempeln ein Hahnenkampf-Center besucht, wo man nicht nur alles ueber den Kampf selbst erfaehrt, sondern auch einen Einblick in das Training der Haehne bekommt. Ausserdem konnten wir uns einen Showkampf zwischen „Rambo“, einem burmesischen Kampfhahn und „Conan“, einer thai-saigon Mischung anschauen, wobei jede Rasse ihre besondern Staerken und Schwaechen hat. Burmesiche Haehne setzen auf Taktik und sind gut im Kicken, waehrend thailaendische Haehne offensiv und gut im Picken sind. Saigon Haehne sind besonders kraeftig aber haben dafuer wenig im Hirn und benutzen dementsprechend wenig Taktik (ganz wie die menschlichen Boxer).

Eigentlich erinnert so ein Hahenkampf stark an einen normalen Boxkampf. 20 Minuten lang treten und picken die beiden Kampfhaehne wie verrueckt aufeinander ein. Danach folgt eine 20-minuetige Pause, in der die Trainer die Haehne versorgen: kleine Wunden werden verarztet und genaeht, warme Tuecher werden um die Koepfe gewickelt, um die Muskeln warm zu halten und die Tiere werden mit Wasser, Reis und Bananen versorgt. Schliesslich beginnt die naechste Runde und normalerweise wird weitergekaempft, bis ein Hahn aufgibt und die Flucht ergreift oder der Schiedsrichter bzw. der Trainer den Kampf wegen deutlicher Unterlegenheit eines Hahnes beenden. Aber zur Beruhigung: in Thailand wird nicht bis zum Tod eines Hahnes gekaempft und abgesehen von einigen Kratzern, kleinen Wunden und geschwollenen Augen kommt normalerweise kein Hahn ernsthaft zu Schaden.



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