Auf den Spuren der Inka – Teil 2

18 12 2009

Von Puno aus haben wir einen 2-tägigen Ausflug zu einigen Inseln im Titicaca-See unternommen.

Unser erster Stopp waren die Floating Islands, wo heute noch rund 2000 Personen einige Kilometer vom Festland entfernt auf künstlichen Inseln wohnen. Die Inseln und sämtliche Gebäude darauf (Wohnhäuser, Schulen,etc.) sind vollständig aus Schilff gebaut. Da täglich unzählige Boote von Puno zu den Inseln fahren, liegt leider ein ziemlich touristischer und kommerzieller Flair über den Inseln. Aber dennoch war es interessant, zu sehen, wie die Inseln gebaut werden und wie die Leute dort leben.

Nach den Floating Islands sind wir auf die deutlich weniger touristische Insel Amantaní gefahren, wo wir bei einer einheimischen Familie übernachtet und gegessen haben. Auf der Insel ist alles noch sehr einfach – es gibt keinen Strom und keine Autos (teilweise gibt es Licht durch Solarzellen, aber der Grossteil der Häuser hat diesen Luxus nicht). Unsere Gastgeberin war eine etwas ältere Frau, die unser Essen auf einer Feuerstelle am Boden gekocht hat und nebenbei ihre 10 Schafe und 15 Meerschweinchen gefüttert hat.

Auf Amantaní haben wir wieder einen alten Inka-Tempel besucht: den Tempel von Vater Erde (der Tempel von Mutter Erde wäre auch dort gewesen, aber dafür hat die Zeit leider nicht gereicht). Nach alter Inka-Tradition haben wir den Tempel dreimal umrundet und Vater Erde dann gekaute Coca-Blätter als Opfergabe gespendet. Und nun hoffen wir, dass unsere Wünsche in Erfüllung gehen.

Der letzte Stopp auf unserem Ausflug war die Insel Taquile – hier wird von den Einheimischen noch die alte Inka-Tradition von gepflegt und die Menschen leben von Ackerbau und Fischfang, weben hingebungsvoll ihre Kleidung und ihre Mützen und richten ihr Leben nach Sonne und Mond aus (aus diesem Grund zählt diese Insel als UNESCO-Weltkulturerbe).

Nach soviel Inka-Kultur sind wir ziemlich erschöpft wieder in Puno angekommen und planen unsere Weiterfahrt nach Cusco – die alte Hauptstadt der Inka (also noch mehr Kultur).



Auf den Spuren der Inka – Teil 1

15 12 2009

Nach dem bunten, chaotischen Stadtleben in La Paz sind wir am Titicacasee mitten ins Leben der Inka eingetaucht. Die ersten 2 Tage haben wir auf der bolivianischen Seite verbracht – in dem kleinen, sehr netten Ort Copacabana (bei weitem nicht so überlaufen wie der Namensvetter in Brasilien).

In Copacabana gibt es ausser vielen kleinen Bars, Cafes und Restaurants (inkl. einem ganz besonders guten mexikanischen Restaurant) und einer grossen Kirche nicht zu sehen. Aber etwa 2 Bootsstunden entfernt (mit einem sehr, sehr langsamen Boot) liegt die Isla del Sol, die Geburtsstätte der Sonne.

Die Inkas waren überzeugt, dass rund um den Titicacasee alles Leben entstanden ist und dass auch Sonne und Mond hier geboren wurden. Heute ist vom Geburtstempel der Sonne leider nicht mehr viel über, aber wir haben eine schöne Wanderung auf einem alten Inka-Weg unternommen und unzählige Esels, Schafe, Kühe und Schweine gesehen.

Copacabana war unsere letzte Station in Bolivien. Von dort aus sind wir per Bus nach Puno/ Peru gefahren. Die Stadt Puno ist nicht besonders schön, aber es ist ein idealer Ausgangsort um verschiedene Inseln im Titicacasee zu besuchen und so haben wir den Aufenthalt genutzt und einen zweitägigen Ausflug unternommen. Da es zu diesem Ausflug allerdings soviele zu erzählen (und noch mehr Bilder) gibt, können wir davon leider erst im nächsten Blog berichten.