3
04
2010
Nachdem der Dschungel uns wohlbehalten wieder ausgespuckt hat, haben wir noch einige erholsame Tage in Pai verbracht und unter anderem wieder einmal unsere Faehigkeiten erweitert: wir haben einen ganztaegigen Kochkurs bei einem sehr netten Thailaender namens Tee absolviert. Unter Tee’s fachmaennischer Anleitung haben wir gelernt, tolle thailaendische Salate, Suppen, Curries und gebratene Nudeln zu kochen. Natuerlich ist ganz im Sinne der thailaendischen Gastfreundschaft auch wieder einiges an Whiskey geflossen und so sind die Erinnerungen an den Kochvorgang selbst teilweise leider etwas getruebt – aber wir hoffen, dass wir zu Hause doch noch einigermassen essbare Gerichet hinbekommen (und fuer alle, die uns immer so nette Kommentare schreiben, wird’s dann auch einmal eine Kostprobe geben).
Ausserdem haben wir noch einen richtigen sonntaeglichen Hahnenkampf (keinen Showkampf wie in Chang Mai) besucht. Es war schon einmal ziemlich schwierig, die Hahnenkampfarena ueberhaupt zu finden, da es ein illegaler Hahnenkampf war und noch dazu irgendwo am Land, wo wirklich kein Mensch mehr Englisch spricht, aber nach langer Suche wurden wir doch noch fuendig. Wir waren natuerlich die einzigen Touristen dort und haben beinahe mehr Aufsehen erregt, als die Haehne selbst.
Die restliche Zeit haben wir sehr entspannt zwischen Reisfeldern und Wasserbueffeln in Haengematten und am Swimmingpool verbracht. Leider hat sich aber unser thailaendisches Visum langsam aber sicher dem Ende zugeneigt und wir waren gezwungen, Pai zu verlassen und uns auf den langen Weg zur Grenze mit Laos zu machen. Unterwegs haben wir noch einen schnellen Stopp in Chiang Rai eingelegt, dass ausser einem spektakulaer beleuchteten Glockenturm und einem grossen Nightmarket nicht viel zu bieten hat.
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Kategorien : Thailand
27
03
2010
Unser naechster Stopp im Norden war Chiang Mai, die zweitgroesste Stadt Thailands. Aber trotz der Groesse wirkt Chang Mai bei weitem nicht so hektisch und chaotisch wie Bangkok. Das recht kleine Stadtzentrum ist teilweise noch von einer alten Stadtmauer umgeben und besteht aus einem Gewirr von kleinen Gassen, die sich am Wochenende in einen faszinierenden bunten Markt verwandeln. Wir haben uns von Stand zu Stand durchgekostet und Philipp hat sogar seine erste Heuschrecke verzehrt (war angeblich gar nicht so schlecht – recht knusprig mit hoelzernem Geschmack).
Unser Kulturprogramm haben wir auch fortgesetzt und neben ein paar Tempeln ein Hahnenkampf-Center besucht, wo man nicht nur alles ueber den Kampf selbst erfaehrt, sondern auch einen Einblick in das Training der Haehne bekommt. Ausserdem konnten wir uns einen Showkampf zwischen „Rambo“, einem burmesischen Kampfhahn und „Conan“, einer thai-saigon Mischung anschauen, wobei jede Rasse ihre besondern Staerken und Schwaechen hat. Burmesiche Haehne setzen auf Taktik und sind gut im Kicken, waehrend thailaendische Haehne offensiv und gut im Picken sind. Saigon Haehne sind besonders kraeftig aber haben dafuer wenig im Hirn und benutzen dementsprechend wenig Taktik (ganz wie die menschlichen Boxer).
Eigentlich erinnert so ein Hahenkampf stark an einen normalen Boxkampf. 20 Minuten lang treten und picken die beiden Kampfhaehne wie verrueckt aufeinander ein. Danach folgt eine 20-minuetige Pause, in der die Trainer die Haehne versorgen: kleine Wunden werden verarztet und genaeht, warme Tuecher werden um die Koepfe gewickelt, um die Muskeln warm zu halten und die Tiere werden mit Wasser, Reis und Bananen versorgt. Schliesslich beginnt die naechste Runde und normalerweise wird weitergekaempft, bis ein Hahn aufgibt und die Flucht ergreift oder der Schiedsrichter bzw. der Trainer den Kampf wegen deutlicher Unterlegenheit eines Hahnes beenden. Aber zur Beruhigung: in Thailand wird nicht bis zum Tod eines Hahnes gekaempft und abgesehen von einigen Kratzern, kleinen Wunden und geschwollenen Augen kommt normalerweise kein Hahn ernsthaft zu Schaden.
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Kategorien : Thailand
22
03
2010
Nach soviel suessem Strandleben wird es hoechste Zeit fuer ein bisschen Kultur. Aber erst einmal stehen 29 Stunden Reisezeit auf dem Programm. Von Koh Lanta geht es per Bus und Faehre zurueck auf’s Festland und dann mit einem furchtbar engen und unbequemen Nachtbus nach Bangkok (kein Vergleich mit den argentinischen Bussen – schlafen ist hier kaum moeglich).
Wegen der derzeitigen Demonstrationen wollen wir uns nicht laenger als unbedingt noetig in Bangkok aufhalten und so fahren wir gleich nach unserer Ankunft im Morgengrauen zum Bahnhof und nehmen den ersten Zug Richtung Norden. 6 Stunden spaeter steigen wir in Phitsanulok in einen anderen unbequemen Bus um und erreichen fast 2 Stunden spaeter endlich Sukothai.
Den ersten Nachmittag verbringen wir nur mit Schlafen. Aber frueh am naechsten Morgen sind wir wieder fit genug, um uns ein Moped zu mieten und die Ruinen von Old Sukothai zu besuchen, das vor vielen hundert Jahren einmal die Hauptstadt von Thailand war (mittlerweile leben nur noch einige Schildkroeten und viele Hunde dort).
Nach sovielen Tempeln und Buddhas verbringen wir einen ruhigen Abend in unserem Guesthouse, wo wir gemeinsam mit einigen anderen Travellern durch den thailaendischen Biermarkt kosten und Kraft fuer unsere Weiterreise nach Chang Mai sammeln.
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Kategorien : Thailand
20
03
2010
Zurueck ans Meer. Vom Dschungel in Khao Sok fahren wir per Minibus nach Krabi und von dort weiter zum Strand von Tong Sai. Dort angekommen, nisten wir uns in einer winzigen Bambushuette mit Open-Air Bad ein und koennen vom Bett aus einer riesigen schwarzen Ziege zuschauen, die direkt vor unserer Bambushuette lebt.
Damit wir auch noch ein bisschen was von der Umgebung sehen, mieten wir uns ein Kajak und paddeln einen ganzen Nachmittag zwischen Kalksteinfelsen und einsamen Straenden lang der Kueste entlang.
Am naechsten Tag geht es mit einem etwas groesseren Boot weiter nach Koh Lanta, einer nahegelegenen Insel in der Andaman See. Auch hier finden wir wieder einen billigen kleinen Bungalow und diesmal mieten wir uns zur Fortbewegung ein suesses lila Moped (Philipp findet es ein bisschen schwul, aber mir gefaellt es richtig gut). Mit unserem Schwuli-Flitzer machen wir die naechsten paar Tage die Insel unsicher und erkunden saemtliche Straende.
Eine neue Kamera haben wir uns uebrigens auch schon wieder kaufen muessen, da unsere bolivianische Sony-Faelschung leider ploetzlich den Geist aufgegeben hat. Jetz versuchen wir es mit einer thailaendischen Kodak-Kamera. Mal schauen, ob die laenger haelt.
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Kategorien : Thailand
16
03
2010
Um ein bisschen Abwechslung von weissen Sandstraenden, Palmen und bunten Fischen zu haben, sind wir fuer 3 Tage in den Dschungel von Khao Sok gefahren. Ganz dschungel-typisch haben wir uns in einer Bambushuette auf hohen Pfaehlen einquartiert, die zumindest vor einigen Kriechtieren Schutz bietet. Leider aber nicht vor Baumbewohnern wie Affen.
Zweimal taeglich – frueh am Morgen und in der Abenddaemmerung – hat uns eine Horde Affen heimgesucht und einen ganz schoenen Radau veranstaltet. Sie haben unser Badezeug vom Balkon geworfen, unser Cola geklaut und uns sogar ganz frech vor unsere Huettentuere gekackt. Einmal sind sie auch durch’s Fenster in unsere Huette eingbrochen und haben sich an unseren Medikamenten vergriffen. Auf unsere Versuche, sie zu verscheuchen haben sie uns nur die Zaehne gezeigt und wuetend gefaucht und so ist uns nichts anderes uebrig geblieben, als aus sicherer Entfernung zuzuschauen und zu warten, bis die verrueckte Horde zu den Nachbarn weitergezogen ist um dort ihr Unwesen zu treiben.
Die Zeit zwischen den Affenbesuchen haben wir uns miteinem ziemlich langweiligen Elefantenritt und ein bisschen Dschungel-Trekking vertrieben (inkl. zugelaufenem Hund, was uns sehr an unsere Tage in Brasilien erinnert hat).
Mittlerweile sind wir wieder am Meer (diesmal an der Westkueste) angelangt, aber mehr davon beim naechsten Mal.
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Kategorien : Thailand
8
03
2010
Nach unserer Ankunft in Thailand haben wir nicht viel Zeit in Bangkok verschwendet, obwohl wir diese verrueckte, bunte, chaotische Stadt lieben. Aber noch mehr lieben wir Strand und Meer und so sind wir nach einem schnellen Shoppingtrip (ein paar neue Kleidungsstuecke waren einfach schon dringend noetig) in den ersten Zug Richtung Sueden gestiegen. In Chumporn haben wir dann auf die beruechtigte Nachtfaehre nach Koh Tao gewechselt, wo wir auf einem Matrazenlager mit einigen anderen Travellern die Nacht verbracht haben, bevor wir im Morgengrauen unser Ziel erreicht haben.
In Koh Tao sind wir fuer unglaublich billige 6 EUR (fuer ein recht schoenes Doppelzimmer inkl. Balkon und Poolblick) in Ban’s Diving Resort abgestiegen sind. Und natuerlich haben wir uns sofort fuer einen Tauchkurs angemeldet und die folgenden Tage mehr unter als ueber Wasser verbracht. Eine unglaublich tolle Erfahrung. Wir haben Fische in allen Groessen und Farben gesehen – vor uns, hinter uns, neben uns, ober uns und unter uns. Man ist mit dem Schauen gar nicht mehr nachgekommen.
Die Abende haben wir in wunderschoenen Strandbars verbracht, wo man direkt im weissen Sand am Meer sitzt, billiges Bier trinkt und Feuerjongleuren zuschauen kann.
Weil’s sooo schoen war, wollten wir nach unserem bestandenen Open Water Diver auch gleich noch einen Advancedkurs dranhaengen. Aber leider hat uns mein linkes Ohr einen Strich durch die Rechnung gemacht (Barotrauma) und so muessen wir vor unserem naechsten Tauchgang zumindest eine 5-taegige Pause einlegen. Also machen wir uns jetzt erst einmal auf den Weg ans Festland und besuchen den Khao Sok Nationalpark.
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Kategorien : Thailand