Neuseeland auf 2 Raedern
15 01 2010Eigentlich wollten wir uns in Neuseeland ja ein Auto kaufen, aber wieder einmal haben sich unsere Plaene geaendert. Weil wir immer wieder gehoert haben, wie schoen es ist in Neuseeland Rad zu fahren, haben wir uns kurzerhand zwei Fahrraeder samt Packtaschen gemietet und erkunden die Suedinsel jetzt auf sehr umweltfreundliche Art.
Der Start war leider nicht optimal. Nachdem wir mit der Faehre die Cook Street zwischen Wellington und Picton ueberquert hatten, hat es erst einmal in Stroemen geregnet. Unsere erste Tagesetappe hat uns also nur bis zum Campingplatz in Picton gefuehrt, wo wir uns mit Bier und Nudeln wieder ein bisschen aufgeheitert haben.
Am naechsten Morgen hat es zumindest nicht mehr geregnet, aber aufgrund eines hartnaeckigen arktischen Tiefs war es immer noch ziemlich bewoelkt und kuehl. Trotzdem sind wir in die Marlborough Sounds gestartet. Eigentlich hatten wir eine leichte 50km Anfangsetappe der Kueste entlang erwartet. Aber die Kuesten in NZ sind leider alles andere als flach und so haben wir gleich am ersten Tag rund 700 Hoehenmeter zurueckgelegt, was mit unseren schwer beladenen Fahrraedern ganz schoen anstrengend ist.
Nach einer kuehlen Nacht im Zelt haben wir den Rueckweg aus dem Queen Charlotte Sound mit einer Faehrfahrt verkuerzt und haben etliche Kilometer und noch mehr Hoehenmeter spaeter unser naechstes Ziel – Havelock – erreicht (immer noch im arktischen Tiefdruckwetter). Weiter ging es am naechsten Tag ins 75 Kilometer entfernte Nelson. Unterwegs konnten wir auf 2 vielbefahrenen Paessen feststellen, dass die neuseelaendischen LKW-Fahrer nicht ganz so freundliche und ruecksichtsvolle Zeitgenossen sind, wie die restlichen Kiwis. Dafuer haben wir uns am Abend ein cooles Hostel mit Sauna und Jacuzzi gegoennt.
Am 4. Tag ist dann auch endlich das bloede arktische Tief abgezogen und wir sind bei strahlendem Sonnenschein die Tasman Bay entlang geradelt (natuerlich wieder bergauf und bergab), bis nach Kaiteriteri – direkt am Abel Tasman Nationalpark – wo wir einen sonnigen Ruhetag am goldgelben Sandstrand eingelegt haben. Morgen geht es allerdings schon wieder weiter, denn die Suedinsel ist gross und unser Weg ist noch ziemlich lang.
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