Die erste Woche in Mendoza

24 10 2009

Seit knapp einer Woche sind wir nun schon in Mendoza, einer Stadt am Fusse der Anden, wo wir für 4 Wochen einen Sprachkurs machen. Wir stehen also jeden Tag früh auf und gehen für 4 Stunden in die Schule. Aber es ist die Mühe wert: unser Spanisch macht rasante Fortschritte. Leider haben wir nun allerdings auch weniger Zeit um unseren Blog zu aktualisieren – Sorry!

Um den Lernprozess noch zu beschleuningen, haben wir uns bei einer argentinischen Gastfamilie einquartiert: bei Marilú, ihrer Tochter Roxana und Canilo, dem faulsten Hund der Welt, der echt nichts anderes tut als schlafen. Und wieder einmal sind wir von der argentinischen Gastfreundschaft positiv überrascht. Gleich am 2. Tag – dem argentinischen Muttertag – wurden wir von der Familie zu einem echten Asado eingeladen.

Das argentinische Asado ist eine Sache für sich und mit unserem Grillen nicht wirklich zu vergleichen. Schon das Fleischkaufen ist eine Zeremonie:
In der Fleischabteilung des Supermarktes muss man gut 40 Minuten anstehen, weil jeder einzelne Argentinier Unmengen verschiedener Fleischsorten kauft und die Fleischhauer zerlegen praktisch im Minutentakt ganze Kühe. Wenn man sein Fleisch endlich hat, muss man nocheinmal an der Kasse  gut 30 Minuten warten, weil die Argentinier alle Zeit der Welt haben um mit dem Kassier zu plaudern oder ihre Taschen umzupacken.

Auch das Asado selbst ist eine abenfüllende Angelegenheit. Alleine die Vorbereitung der Glut dauert rund 1 1/2 Stunden. Dann kommt so ziemlich jeder Teil der Kuh auf den Rost: Rippen, Steaks, Nieren, Hirn, Därme, Bratwürste, Blutwürste, etc., die weit über eine Stunde gegrillt werden. Für hungrige und ungeduldige Europäer eine wahre Geduldprobe.

Das Essen selbst dauert noch einmal einige Stunden, denn es kommt die ganze Familie samt Freunden zusammen und es wird ohne Pause geredet. Vor 2 Uhr morgens geht keiner der Gäste nach Hause, auch wenn am nächsten Morgen alle wieder arbeiten müssen.
Hier hat einfach jeder viel mehr Zeit und man denkt nicht soviel an morgen, was für uns eine sehr angenehme Erfahrung ist.



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1 Antwort zu “Die erste Woche in Mendoza”

  • Wolfgang sagt:

    Hallo Ihr beiden Weltenbummler!
    Das sieht ja alles sehr nett aus, packt doch mal ein bisschen Fleisch ein und schickt uns ein Packerl, Griller steht noch auf der Terrasse! Wir würden dazu Euren (sehr schönen!!!) Blog vorlesen, traurige argentinische Weisen singen und unsere aufkommenden Emotionen in roten Traubensaft aus Mendoza ertränken. Ja, wir denken oft an euch, auch zusammen mit den neuen Nachbarn in eurer Exwohnung und erzählen den Fischen von eurem aufregenden Leben (außerhalb des Aquariums 🙂 Versorgt uns weiter mit Geschichten, das mit dem Spanisch ist nicht so wichtig, versteh ich ohnehin nicht. Freu mich schon auf die südamerikanische Hotelkette, mit unserer Ausstellung läufts gut, schickt ein paar Bilder von euch, dann zeigen wir was von der Weltreise! Lieben Gruß vom Ex-Nachbarn

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