Die Dingos von Fraser Island

19 02 2010

Was waere Australien ohne einem richtigen 4WD-Abenteuer – in unserem Fall auf Fraser Island, der groessten Sandinsel der Welt.

Mit unserm gemieteten Mini-Gelaendewagen holpern wir 2 Tage lang auf Sandpisten durch den Dschungel, brausen ueber endlose Straende und durchqueren unzaehlige mehr oder weniger tiefe Creeks. Anfangs ist uns der viele, oft sehr tiefe Sand nicht ganz geheuer, aber Philipp meistert das Gelaende ohne ein einziges Mal stecken zu bleiben. Wir baden in tuerkiesblauen Suesswasserseen, betrachten Schwiffswracks am Strand und waten durch kristallklare Fluesse. Abends schlagen wir hinter einer Duene am Strand unser Zelt auf und geniessen am Strand im Sonnenuntergang Chilli aus der Dose und eine Flasche Rotwein. Alles waere perfekt, waeren da nciht die Dingos.

Kaum haben wir unser Abendessen beendet, sehen wir einen Dingo den Strand entlang in unsere Richtung schlendern. Da wir mehrfach gewarnt worden sind, kein Essen herumliegen zu lassen, verstauen wir schnell Vorraete und Geschirr im Auto – gerade noch rechtzeitig, bevor der Dingo unseren Picknickplatz erreicht.
Wir sind etwas erstaunt, dass das Tier ueberhaupt keine Scheu vor uns zeigt und trotz laufendem Motor sogar direkt bis zu unserm Auto kommt. Sicherheitshalber beschliessen wir, unsere Picknickdecke nun lieber direkt vor unserem Auto aufzubreite. Eine gute Entscheidung, denn nicht einmal eine Stunde spaeter sehen wir im schwachen Schein unserer Taschenlampe einen Dingo stehen – keine 3 Meter von uns entfernt!

Mit einem Sprung sind wir beide im Auto. Wir haetten nie gedacht, dass ein wildes Tier trotz Licht und Stimmen so nahe kommt. Aber der Dingo sucht offensichtlich verzweifelt nach Futter und beschnueffelt sogar ausgiebig unser Zelt, was uns zu dem Entschluss bringt, die Nacht lieber im sicheren Auto zu verbringen. Wir haben keine Lust nachts von einem Dingo im Zelt besucht zu werden – und es war tatsaechlich nicht der letzte Dingo der unseren Zeltplatz in dieser Nacht besucht hat.

Nach einer sehr unbequemen Nacht im heissen Auto setzen wir unsere Fahrt auf der wunderschoenen Insel frueh am Morgen fort. Und trotz aller Dingo-Widrigkeiten bringen wir uns und unseren kleinen Flitzer unversehrt ans Festland zurueck.



Die letzten Tage in Suedamerika

5 01 2010

Die letzten eineinhalb Wochen nach Weihnachten gab es eigentlich keine grossartigen Ereignisse mehr, darum fassen wir einfach alle Stationen in einem Eintrag zusammen.

Nach unserem Weihnachtsstopp in Ica sind wir der Kueste entlang Richtung Lima gefahren. Unterwegs haben wir in zwei netten kleinen Fischerdoerfern Station gemacht (Paracas und Pucusana), wo wir Unmengen an Ceviche gegessen haben (roher Fisch und Meeresfruechte, die mit Limettensaft und scharfen Gewuerzen mariniert wird – unheimlich gut!).

In Lima selbst haben wir nur einen ganz kurzen Uebernachtungsstopp eingelegt und sind dann am 30. Dezember zurueck nach Buenos Aires geflogen, wo wir Silvester gerfeiert haben. Aber fuer alle die uns jetzt unheimlich beneiden: Silvester ist sogar in Deutschlandsberg aufregender als in Buenos Aires.
Die Argentinier gehen den ganzen Abend lang in irgendwelche furchbar teuren Restaurants, in denen man ohne Reservierung nicht einmal einen Platz bekommt. Ansonsten hat alles zu (sogar McDonald’s) – nur ein paar windige Chinesen haben offen, wo’s was zu essen gibt. Um Mitternacht gab’s dann ein ziemlich bescheidenes Feuerwerk und ein warmes Bier fuer das wir uns 40 Minuten lang anstellen mussten. Aber lustig war’s trotzdem.

Die letzten 3 Tage in Buenos Aires sind auch wie im Flug vergangen. Wir haben uns den Start der Ralley Dakar angesehen, haben das perfekte Steak gesucht (und gefunden) und einfach die Stadt genossen. Und am 4 Januar sind wir schliesslich mit viel Verspaetung in Richtung Neuseeland gestartet, wo wir heute morgen ziemlich muede angekommen sind.



Auf nach Bolivien

12 12 2009

Nach 2 Monaten in Argentinien war es höchste Zeit für einen Ortswechsel. Und da wir ja knapp bei Kasse sind und Geld für Neuseeland und Australien sparen müssen, haben wir beschlossen ins deutlich billigere Bolivien zu fahren.

Wie schon kurz berichtet, hat unsere Kamera leider gleich nach der Grenze das Zeitliche gesegnet und so gibt es von den ersten 3 Tagen in Bolivien leider keine Fotos.

Die Reise war aber ziemlich angenehm. Philipp hatte einen kleinen Zwischenfall mit einem kotzenden Kind (hat aber zum Glück nur ein paar Spritzer abbekommen) aber das war auch schon das einzige kleine Problem. Der bolivianische Zug war überraschend sauber und auf die Minute pünktlich (da könnte sich die OEBB noch ein Beispiel nehmen) und so sind wir gutgelaunt in La Paz angekommen.

In La Paz hatten wir zum ersten Mal so richtig das Gefühl mitten in Südamerika angekommen zu sein. Die Stadt ist chaotisch, laut und bunt. Alles schreit und hupt und überall sind Marktstände bei denen man alles kaufen kann: Kloschüsseln, Nägel, Obst, Gemüse, Schläuche, Röcke, Hüte etc. Philipp hat sich endlich einmal professionell rasieren lassen (für nicht einmal 1 EUR) und wir haben täglich wunderbare frischgepresste Fruchtsäfte von den Marktständen getrunken. Bisher sind wir von Bolivien absolut begeistert.

Und zum Glück kann man in La Paz auch Kameras kaufen, also gibt es von dieser wunderbar verrückten höchsten Hauptstadt der Welt (fast 4000 Meter hoch) jetzt auch wieder Fotos.



Die letzten Tage in Argentinien

9 12 2009

Unsere letzten Tage in Argentinien haben wir ganz im Nordwesten des Landes in der kleinen Provinz Jujuy verbracht.

Nach zwei Tagen Erholung in der Provinzhauptstadt San Salvador de Jujuy sind wir in die Quebrada de Humahuaca aufgebrochen – ein wunderschönes Gebirgstal mit bunten Felsen.

Erster Stopp war Purmamarca, ein Quechua-Dorf an einem siebenfarbigen Berg. Dann gings weiter auf 3000 Meter nach Humahuaca, wo wir einen 3-tägigen Aklimatisationsstopp vor unserer Weiterreise nach Bolivien gemacht haben.

Von Humahuaca aus haben wir eine Sandboarding-Tour in fast 4000 Metern Höhe unternommen. Ganz schön anstrengend in dieser Höhe bergauf durch den Sand zu stapfen, aber mit etwas Coca-Tee sind Kopfschmerzen und Müdigkeit schnell wieder verschwunden. Während diesen Ausflugs haben wir auch unser erstes Lama gesehen, wonach wir beschlossen haben, gleich eines zu verspeisen…muy rico!

Von Humahuaca aus war es dann nur noch ein Katzensprung zur Bolivianischen Grenze, von wo aus wir mit dem Zug quer durch die Hochebene nach Oruro gefahren sind.

Leider hat unsere Kamera das Sandboarding-Abenteuer nicht so gut überstanden wie wir und hat gleich nach der Grenze den Geist aufgegeben, daher gibt es vom Zug und den ersten Tagen in Bolivien keine Fotos. Aber keine Sorge – mittlerweile sind wir in La Paz und haben eine neue Kamera gekauft. Es wird also auch in Zukunft neue Blog-Einträge mit Fotos geben.



Die Wasserfälle von Iguazú

28 11 2009

Die 22 Stunden im Bus waren gar nicht so schlimm wie gedacht. Der Bus war fast leer und noch dazu ziemlich bequem. Nur leider war unter den anderen 6 Mitreisenden der ärgste Schnarcher, der uns je untergekommen ist und der uns einige Stunden Schlaf geraubt hat.

Aber Iguazù ist eine schlaflose Nacht allemal wert. Die Wasserfälle sind beeindruckend und wunderschön. Mitten im tiefsten Urwald stürzt das Wasser in hunderten einzelnen Fällen in die Tiefe und überall fliegen bunte Schmetterlinge und Vögel herum. Sogar ein paar Tucane haben wir gesehn, aber leider ist es uns nicht gelungen sie zu fotografieren. Dafür sind uns einige Schmetterlinge und andere Tiere vor die Kamera gelaufen.

Man kann ganz nah an die einzelnen Wasserfälle herangehen, dass man mitten in der Gischt steht – bei 38 Grad und tropischer Luftfeuchtigkeit eine sehr angenehme Abkühlung.

Und extra für Ines, die sich ja mehr Geschichten gewünscht hat, gibt es wieder einmal eine sehr nette Legende zur Entstehung der Wasserfälle:
Der Guaraní-Krieger Caroba ist einist mit seiner Geliebten Naipur in einem Kanu auf dem Rio Iguazú vor seinem Nebenbuhler, dem Schlangengott M`Boi geflohen. Dieser war darüber so wütend, dass er mit seinem Schlangenschwanz fest ins Flussbett geschlagen hat. Durch die Wucht entstand eine Schlucht in die das Wasser hinabstürzte und das Kanu von Caroba und Naipur mit sich riss. Caroba wurde in einen Baum verwandelt und Naipur in einen Stein, am Fusse der Wasserfälle.
Eine tragische Geschichte, aber das Ergebnis ist wirklich sehenswert und eines der beeindruckensten Naturwunder überhaupt.



Kein Fussball in Córdoba

25 11 2009

In letzter Zeit haben wir unseren Blog leider etwas vernachlässigt. Aber je weiter wir nach Norden vordringen umso seltener und schlechter werden die Internetcafés. Mittlerweile sind wir ganz schön weit gereist (bis nach Brasilien) und es wird wirklich höchste Zeit für ein Update.

Auf unserer Reise von Mendoza in den Norden war Córdoba natürlich ein Pflichtstopp, denn immerhin hat hier eines der denkwürdigsten Ereignisse der österreichischen Fussballgeschichte stattgefunden.

Besonders viel gibt es allerdings über Córdoba nicht zu berichten. Die Stadt ist gross, laut, chaotisch und voller Kirchen und Studenten. Erwähnenswert ist allerdings unser Hostel: das Locomotion Pop Hostel, eine ziemlich schräge und bunte Unterkunft, die fest in israelischer Hand ist und wo fast nur Hebräisch gesprochen wurde. Aber wir hatten unseren Spass und haben tolles israelisches Essen bekommen.

Auch auf Ché Guevara sind wir wieder gestossen. Nachdem er in Rosario geboren wurde, ist er in Alta Gracia, einer kleinen Stadt in der Nähe von Córdoba aufgewachsen. Heute ist ihm dort ein Museum gewidmet, das vor uns auch schon Fidel Castro besucht hat.

Daneben haben wir unseren Aufenthalt in Córdoba noch genutzt um ein bisschen in der nahen Sierra zu wandern. Bei brütender Hitze sind wir 5 Stunden lang auf den „Pan de Azucar“ gestiegen (leider hat uns vorab niemand gesagt, wie lange der Aufstieg wirklich dauert). Aber unsere müden Beine konnten sich auf einer 22-stündigen Busfahrt nach Iguazú wieder gut erholen. Leider haben wir es aber nicht mehr geschafft, dass legendäre Fussballstadion zu besuchen, da die Zeit etwas knapp geworden ist.

Hier sind wieder einige Fotos von Córdoba. Berichte und Fotos zu Iguazú und Florianopolis (wo wir uns momentan befinden), gibt es in den nächsten Tagen (wir wollen euch ja nicht überfordern).



Die Difunta Correo

14 11 2009

Unsere Zeit in Mendoza ist vorbei und heute abend werden wir uns per Nachtbus auf den Weg nach Cordoba machen. Vorher wollen wir aber noch die Eindrücke von einem Ausflug zu einem etwas seltsamen Ort mit euch teilen.

Etwa 3 Stunden von Mendoza entfernt, liegt der kleine Ort Vallecito, in dem sich alles um die Difunta Correo dreht. Der Legende nach lief vor vielen, vielen Jahren eine Frau mit ihrem kleinen Kind durch die Wüste, um ihren Mann zu suchen, der von Soldaten verschleppt wurde. Tragischerweise verdurstete die arme Frau. Ihr Kind trank aber weiterhin an der Mutterbrust und war daher einige Tage später, als die Difunta Correo gefunden wurde noch am Leben. Da für die Argentinier sowohl die treue Ehefrau, die ihrem Mann in die Wüste folgt, als auch die fürsorgende Mutter äusserst wichtig sind, wird die Difunta Correo heute verehrt, wie eine Heilige.

Autobusweise fahren die Argentinier zu dem kleinen Wahrfahrtsort und bringen Geschenke. In erster Linie Wasserflaschen, was dazu führt, dass hinter der Kapelle der Difunta ein ungaublicher Berg an Plastikflaschen wächst. Aber auch sonst wird zu ziemlich alles in die Wüste geschleppt, was man sich nur vorstellen kann.
Der Weg zur Kapelle ist gesäumt von tausenden Nummerntafeln und Autoteilen (vom Lenkrad bis zum Keilriemen ist alles vorhanden), da die Difunta Schutz auf den Strassen geben soll. Damit auch das Haus geschützt wird, brigen die Leute kleine Miniaturhäuser für die Difunta, so dass der gesammte Kapellenhügel aussieht wie eine kleine Puppenstadt.

Aber das ist noch nicht genug: daneben gibt es weitere kleine Kapellen, die bis obenhin voll sind mit Geschenken – nach Themen geordnet: so gibt es eine Kapelle mit Sportdressen und Pokalen, eine mit Modellautos, eine mit Brautkleideren und eine mit Polizeikappen. Und sogar Gipsarme und Babywindeln haben wir gesehen.
Ein unglaublich faszinierender Ort…



Urlaub vom Reisen

10 11 2009

Die letzten 3 Wochen in der Sprachschule und das tägliche Lernen waren ziemlich anstrengend, also haben wir vergangenes Wochenende beschlossen, dass wir dringend ein bisschen „Urlaub“ brauchen. Unsere Gastfamilie hat uns den Cañón de Atuel empfohlen, den Grand Canyon von Argentinien, der etwa 3 Stunden südlich von Mendoza liegt.

Am Samstag haben wir uns in aller Früh mit dem Bus auf den Weg gemacht und haben Mittags Valle Grande erreicht, wo wir uns eine nette kleine Cabaña gemietet haben. Mit der Unterkunft hatten wir wirklich riesiges Glück: wir hatten eine einzelne Cabaña mit grossem Garten, direkt am Fluss und mit tollem Ausblick. Und einen Asado-Grill hatten wir auch wieder und so hat Philipp natürlich wieder einmal für uns gegrillt.

Aber leider war es absolut unmöglich irgendwo Fahrräder zu mieten. Alle möglichen Anbieter waren entweder geschlossen, oder der Vermieter war verschollen oder die Fahrräder wurden nur in Verbindung mit einer geführten Mountainbike-Tour verliehen. Also sind wir viel zu Fuss gegangen, denn die Entfernungen in dem Tal sind enorm und öffentliche Busse fahren nur 2x pro Tag. Aber zum Glück sind wir ja durch unseren täglichen Schulweg schon gut trainiert.

Nun hat unsere letzte Woche begonnen und wir drücken wieder fleissig die Schulbank, bevor wir (voraussichtlich) am kommenden Samstag Mendoza verlassen.



Neues aus Mendoza

6 11 2009

Seit über einem Monat sind wir nun schon in Argentinien und haben uns schon recht gut eingelebt und viel von der argentinischen Lebensweise aufschnappen können. So haben wir z.B gelernt „Truco“ zu spielen, ein Kartenspiel das für argentinien genauso typisch ist wie Schnapsen bei uns. Die Regeln sind eigentlich absolut unlogisch, wichtig ist es, viel zu lügen und zu schreien – ein ziemlicher Spass.

Ausserdem haben wir uns inzwischen an den Mate gewöhnt und trinken nun anstelle von Kaffee auch nur noch Yerba Mate, der mit heissem (aber ja nicht kochendem) Wasser aufgegossen wird und mit Hilfe einer Bombilla (ein kleines Metallrohr mit Sieb) aus einem kleinen Kürbis- oder Holzgefäss geschlürft wird. Der Geschmack ist etwas bitter und daher gewöhnungsbedürftig, aber dafür wird man von Mate wunderbar frisch und munter und es ist viel gesünder als Kaffee. Die Argentinier trinken den Mate literweise (kein Wunder bei den langen Nächten hier) und auch wir haben unseren Mate und die Thermoskanne mit heissem Wasser mittlerweile fast immer dabei, wenn wir das Haus verlassen. 

Auch an den sehr chaotischen Strassenverkehr haben wir uns gewöhnt und können nun am täglichen Schulweg unsere Hausaufgaben machen oder Mate trinken ohne von einem Bus überfahren zu werden (in den ersten Tagen wäre uns das beinahe einige Male passiert). Mit dem Verkehr ist das hier so eine Sache: als Fussgänger kümmert man sich generell nicht darum ob eine Ampel rot oder grün ist, sondern konzentriert sich darauf, heil die andere Seite zu erreichen. Die Autofahrer in Mendoza unterscheiden die Farben zumindest manchmal, aber sicher sein kann man sich auch nicht, dass jeder bei Rot stehenbleibt. Ist auch kein Wunder. Wir haben gehört, dass es in einigen Landesteilen Führerscheinprüfungen und Fahrstunden nur in der Theorie gibt – in der Praxis werden Führerscheine teilweise einfach gekauft, wenn man einen braucht.

Richtig interessant ist es an Kreuzungen ohne Ampel. Bis heute haben wir das System an diesen Kreuzungen nicht durchblickt. Rechtsvorrang gibt es definitiv nicht und auch kein anderes erkennbares Vorrangsystem. Der am schnellsten fährt gewinnt im Zweifel und natürlich kracht es entsprechend oft. Dementsprechend wird nicht viel Wert auf schöne Autos gelegt. Es ist immer wieder faszinierend, was sich hier so alles auf den Strassen bewegt. Einigen Autos würde man es kaum zutrauen, dass sie es bis zur nächsten Strassenecke schaffen, aber sie holpern und husten munter weiter. Wir werden uns wohl weiterhin lieber auf das Busnetz in Argentinien verlassen, als uns selbst hinters Steuer zu setzen…



Ausflüge in die Berge

1 11 2009

Nun sind wir schon seit einem Monat unterwegs und die Zeit ist wie im Flug vergangen. Wir sind immer noch in Mendoza und arbeiten an unseren Spanischkenntnissen. Aber das frühe Aufstehen, die Schule und vor allem die täglichen Hausaufgaben nerven uns schon ein bisschen, denn dadurch ist unsere Siesta-Zeit beschränkt.

Die Siesta wird hier im Westen Argentiniens so richtig zelebriert. Zwischen 14:00 und 17:00 rührt sich so gut wie gar nichts in der Stadt. Fast alle Geschäfte sind zu und sogar die Strassenhunde schlafen im Schatten. Aber kein Wunder – mittlerweile ist es am Nachmittag schon richtig heiss. Die letzten Tage hatte wir zwischen 35 und 38 Grad – da kann man nicht viel mehr machen als schlafen.

Aber natürlich verbringen wir nicht die ganze Zeit mit Siesta, sondern haben auch unsere ersten Ausflüge in die Berge unternommen. Wir waren in den Thermen von Catcheuta, wo man sich selbst in bis zu 40 Grad warmen Wasser kochen kann. Ausserdem waren wir bei einem Stausee in der Nähe von Mendoza, mit Blick auf die schneebedeckten Gipfel der Anden (ganz hinauf zur chilienischen Grenze haben wir es leider noch nicht geschafft).
Die Ausflüge sind immer wieder ein Erlebnis, weil man mit rumpelnden vollbesetzten, manchmal fast schrottreifen Bussen über die Bergstrassen holpert und von unterwegs immer wieder ganz tolle Panoamablicke auf die Berge hat.

Anbei wie immer einige Eindrücke aus Mendoza und von unseren Ausflügen.