5
01
2010
Die letzten eineinhalb Wochen nach Weihnachten gab es eigentlich keine grossartigen Ereignisse mehr, darum fassen wir einfach alle Stationen in einem Eintrag zusammen.
Nach unserem Weihnachtsstopp in Ica sind wir der Kueste entlang Richtung Lima gefahren. Unterwegs haben wir in zwei netten kleinen Fischerdoerfern Station gemacht (Paracas und Pucusana), wo wir Unmengen an Ceviche gegessen haben (roher Fisch und Meeresfruechte, die mit Limettensaft und scharfen Gewuerzen mariniert wird – unheimlich gut!).
In Lima selbst haben wir nur einen ganz kurzen Uebernachtungsstopp eingelegt und sind dann am 30. Dezember zurueck nach Buenos Aires geflogen, wo wir Silvester gerfeiert haben. Aber fuer alle die uns jetzt unheimlich beneiden: Silvester ist sogar in Deutschlandsberg aufregender als in Buenos Aires.
Die Argentinier gehen den ganzen Abend lang in irgendwelche furchbar teuren Restaurants, in denen man ohne Reservierung nicht einmal einen Platz bekommt. Ansonsten hat alles zu (sogar McDonald’s) – nur ein paar windige Chinesen haben offen, wo’s was zu essen gibt. Um Mitternacht gab’s dann ein ziemlich bescheidenes Feuerwerk und ein warmes Bier fuer das wir uns 40 Minuten lang anstellen mussten. Aber lustig war’s trotzdem.
Die letzten 3 Tage in Buenos Aires sind auch wie im Flug vergangen. Wir haben uns den Start der Ralley Dakar angesehen, haben das perfekte Steak gesucht (und gefunden) und einfach die Stadt genossen. Und am 4 Januar sind wir schliesslich mit viel Verspaetung in Richtung Neuseeland gestartet, wo wir heute morgen ziemlich muede angekommen sind.
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Kategorien : Argentinien, Peru
2
01
2010
Um nach Machu Picchu zu gelangen, haben wir auf den herkömmlichen Touristentrasport per Zug verzichtet, und haben einen etwas aufregenderen (und viel längeren) Weg gewählt: den Inca-Jungle-Trail.
Von Cusco aus ging es mit ca. 12 anderen Teilnehmern zunächst steil bergauf bis auf 4300 Meter – zum Glück per Auto. Oben angekommen, haben wir uns auf´s Mountainbike geschwungen und sind rund 3000 Meter über eine steile Bergstrasse (inkl. Gegenverkehr) hinunter in den Dschungel gedüst. Die Fahrt war nicht besonders schwierig, aber angesichts der nicht besonders gut gewarteten Fahrräder und der etwas anderen Fahrweise der Peruaner doch recht spannend. Unten angekommen wartete ein sehr gutes Abendessen, viel Bier und ein sehr einfaches Quartier auf uns.
Am nächsten Morgen ging es entlang eines alten Inka-Weges durch Coca-Plantagen und Dschungel 9 Stunden lang wieder bergauf. Unterwegs konnten wir frische Mangos, Mandarinen und Kakaofrüchte „jagen“, was das Wandern deutlich angenehmer machte. Philipp wollte umbedingt eine uralte, manuelle Transportseilbahn über einen reissenden Fluss ausprobieren – und natürlich ist dabei das Seil gerissen. Aber Self-Made Philipp hat sich und 2 weitere Insassen „gerettet“, indem er die Seilbahn per Hand zurück ans Ufer gezogen hat. Als Tagesziel lockten die Hot Springs von Santa Teresa, wo wir uns endlich den Schweiss von unseren geschundenen Körpern waschen konnten.
Am 3. Tag ging die Hatscherei entlang von endlosen Bahnschienen weiter und führte uns schliesslich nach Aquas Calientes, ein Dorf am Fusse von Machu Picchu. Aber von Erholung keine Rede: um 4 Uhr Früh am nächsten Morgen standen wir bereits mit geschultertem Rucksack bereit, um die letzten 400 Höhenmeter nach Machu Picchu zu erklimmen.
Als wir bei Tagesanbruch oben ankamen regnete es in Strömen und es war bitter, bitter kalt. Aber nach einem wärmenden Coca-Tee waren wir dann doch bereit, die alte Inka-Stadt zu erkunden. Gegen Nachmittag wurde sogar das Wetter etwas besser, sodass wir doch noch einige schöne „Postkartenfotos“ von Machu Picchu machen konnten.
Die Heimfahrt gestaltete sich allerdings auch noch etwas schwierig. Eigentlich hätten wir Aquas Calientes per Zug um 18:00 Uhr Richtung Cusco verlassen sollen. Aber aufgrund von technischen Problemen hat sich die Abfahrt um rund 4 Stunden verzögert. Netterweise hat uns Inca-Rail die Wartezeit versüsst und uns (verschwizt und dreckig wie wir waren) ins beste Restaurant von Aquas Calientes eingeladen, wo wir ein wunderbares 3-gängiges Menü samt dickem Pfeffersteak bekommen haben (ein vorzeitiges Weihnachtsessen). So waren wir zumindest einigermassen satt, als wir um 2 Uhr mogens todmüde wieder in Cusco angekommen sind.
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Kategorien : Allgemein, Peru
25
12
2009
Da wir mit unserem Blog leider immer etwas hinterher hinken, muss der Bericht über den Inka-Jungle Trail leider noch etwas warten, denn wir wollen die Gelegenheit nutzen und Euch Frohe Weihnachten wünschen!
Wir verbringen die Feiertage in einer kleinen Oase zwischen hohen Sanddünen in der Nähe von Ica, wo wir nach den anstrengenden Tagen in Cusco in der Sonne liegen und im Hotelpool plantschen und es uns so richtig gut gehen lassen. Und natürlich steht auch Sandboarden wieder einmal auf dem Programm (kein Wunder bei den Sanddünen).
Hier sind ein paar Weihnachtsbilder aus dem sonnigen Peru! FELIZ NAVIDAD!!!
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Kategorien : Allgemein, Peru
24
12
2009
Vom Titicaca-See sind wir 7 Stunden lang mit dem Bus über holprige peruanische Strassen nach Cusco geschaukelt. Für die Inka war Cusco einst die Hauptstadt ihres Inka-Reiches, denn sie vermuteten dort den Nabel der Welt. Und auch wenn es heute keine Inka mehr gibt, ist Cusco immernoch eine wunderbare Stadt mit mystischen alten Tempelruinen und tollen spanischen Kolonialbauten.
Von den archiologischen Stätten rund um Cusco haben wir allerdings nur einen Bruchteil besucht, da wir ziemliche Kulturbanausen sind und jeder Inka-Tempel für uns irgendwie gleich aussieht (kennst Du einen, kennst Du alle). Aber immerhin waren wir im Inka-Museum und bei den Ruinen in Ollantaytambo im Sacred Valley.
Ausserdem haben wir unsere volle Aufmerksamkeit wieder einmal der einheimischen Esskultur gewidmet und haben in der Nähe von Cusco unser erstes Meerschweinchen verspeist – ganz wie die alten Inka. Hat gar nicht so schlecht geschmeckt. Wir haben erwartet, dass es ähnlich schmeckt wie Huhn. Ist aber nicht so. Das Fleisch schmeckt etwas süsslich und die Hände riechen nach dem Essen so, als hätte man Fisch gegessen.
Und natürlich haben wir das Highlight der Region besucht – Machu Picchu! Da wir den Weg dorthin allerdings in einer 4-tägigen Rad- und Trekkingour durch den Dschungel zurückgelegt haben, wird diesem Ausflug wieder einmal ein eigener Blogeintrag gewidmet.
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Kategorien : Peru
18
12
2009
Von Puno aus haben wir einen 2-tägigen Ausflug zu einigen Inseln im Titicaca-See unternommen.
Unser erster Stopp waren die Floating Islands, wo heute noch rund 2000 Personen einige Kilometer vom Festland entfernt auf künstlichen Inseln wohnen. Die Inseln und sämtliche Gebäude darauf (Wohnhäuser, Schulen,etc.) sind vollständig aus Schilff gebaut. Da täglich unzählige Boote von Puno zu den Inseln fahren, liegt leider ein ziemlich touristischer und kommerzieller Flair über den Inseln. Aber dennoch war es interessant, zu sehen, wie die Inseln gebaut werden und wie die Leute dort leben.
Nach den Floating Islands sind wir auf die deutlich weniger touristische Insel Amantaní gefahren, wo wir bei einer einheimischen Familie übernachtet und gegessen haben. Auf der Insel ist alles noch sehr einfach – es gibt keinen Strom und keine Autos (teilweise gibt es Licht durch Solarzellen, aber der Grossteil der Häuser hat diesen Luxus nicht). Unsere Gastgeberin war eine etwas ältere Frau, die unser Essen auf einer Feuerstelle am Boden gekocht hat und nebenbei ihre 10 Schafe und 15 Meerschweinchen gefüttert hat.
Auf Amantaní haben wir wieder einen alten Inka-Tempel besucht: den Tempel von Vater Erde (der Tempel von Mutter Erde wäre auch dort gewesen, aber dafür hat die Zeit leider nicht gereicht). Nach alter Inka-Tradition haben wir den Tempel dreimal umrundet und Vater Erde dann gekaute Coca-Blätter als Opfergabe gespendet. Und nun hoffen wir, dass unsere Wünsche in Erfüllung gehen.
Der letzte Stopp auf unserem Ausflug war die Insel Taquile – hier wird von den Einheimischen noch die alte Inka-Tradition von gepflegt und die Menschen leben von Ackerbau und Fischfang, weben hingebungsvoll ihre Kleidung und ihre Mützen und richten ihr Leben nach Sonne und Mond aus (aus diesem Grund zählt diese Insel als UNESCO-Weltkulturerbe).
Nach soviel Inka-Kultur sind wir ziemlich erschöpft wieder in Puno angekommen und planen unsere Weiterfahrt nach Cusco – die alte Hauptstadt der Inka (also noch mehr Kultur).
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Kategorien : Peru
15
12
2009
Nach dem bunten, chaotischen Stadtleben in La Paz sind wir am Titicacasee mitten ins Leben der Inka eingetaucht. Die ersten 2 Tage haben wir auf der bolivianischen Seite verbracht – in dem kleinen, sehr netten Ort Copacabana (bei weitem nicht so überlaufen wie der Namensvetter in Brasilien).
In Copacabana gibt es ausser vielen kleinen Bars, Cafes und Restaurants (inkl. einem ganz besonders guten mexikanischen Restaurant) und einer grossen Kirche nicht zu sehen. Aber etwa 2 Bootsstunden entfernt (mit einem sehr, sehr langsamen Boot) liegt die Isla del Sol, die Geburtsstätte der Sonne.
Die Inkas waren überzeugt, dass rund um den Titicacasee alles Leben entstanden ist und dass auch Sonne und Mond hier geboren wurden. Heute ist vom Geburtstempel der Sonne leider nicht mehr viel über, aber wir haben eine schöne Wanderung auf einem alten Inka-Weg unternommen und unzählige Esels, Schafe, Kühe und Schweine gesehen.
Copacabana war unsere letzte Station in Bolivien. Von dort aus sind wir per Bus nach Puno/ Peru gefahren. Die Stadt Puno ist nicht besonders schön, aber es ist ein idealer Ausgangsort um verschiedene Inseln im Titicacasee zu besuchen und so haben wir den Aufenthalt genutzt und einen zweitägigen Ausflug unternommen. Da es zu diesem Ausflug allerdings soviele zu erzählen (und noch mehr Bilder) gibt, können wir davon leider erst im nächsten Blog berichten.
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Kategorien : Bolivien, Peru