Im Slowboat am Mekong
7 04 2010Da unser thailaendisches Visum leider nach 30 Tagen abgelaufen ist, mussten wir Thailand wohl oder uebel verlassen und so sind wir von Chiang Rai aus mit dem Bus zur Grenze nach Laos gefahren. Die Grenzformalitaeten waren einfacher als erwartet: ein paar Formulare ausfuellen, mit der Faehre ueber den Mekong fahren, viel Geld fuer ein Laos Visum bezahlen und schon sind wir drin.
Laos soll eines der aermsten Laender der Welt sein, aber auf den ersten Blick schaut es nicht wirklich anders aus als in Thailand. Nur die Waehrung ist hier deutlich schwaecher und nachdem wir einige Bath gewechselt haben, sind wir beinahe Millionaere – aber leider trotzdem nicht reich, wie wir schnell feststellen, denn zum Teil sind die Preise in Laos (zumindest fuer Touristen) deutlich hoeher als in Thailand. Jetzt sind also unsere suedamerikanischen Verhandlungskuenste wieder gefragt.
Nach einer Ubernachtung in einem ziemlich heruntergekommenen chinesischen Guesthouse in der Grenzstadt Houay Xai, fahren wir mit dem Slow-Boat den Mekong River hinunter bis Luang Prabang. Das Boot ist wirklich extrem langsam und wir sind insgesamt 2 Tage lang unterwegs (mit einer Uebernachtung in Pak Beng). Aber es ist schoen, einfach einmal 2 Tage lang nichts zu tun als auf den Fluss zu schauen, zu lesen und neue Leute kennenzulernen. Als Alternative haette es auch Speed-Boote gegeben, auf denen man mit Schwimmweste und Sturzhelm ausgeruestet ueber den Mekong flitzt. Aber wie wir gehoert haben zerschellen diese Boote ziemlich oft an irgendwelchen Felsen im Fluss (daher die Sturzhelme), was die Slow Boote gleich deutlich attraktiver macht.
In Luang Prabang haben wir einige Probleme eine halbwegs bezahlbare Unterkunft zu finden, denn scheussliche kleine Zimmer ohne Bad fuer 40-50 USD sind dort anscheinend ganz normal, aber wir suchen solange und verhandeln hart, bis wir doch noch ein normales Zimmer fuer 6 EUR bekommen. Da es ausser einem grossen Markt und einigen Wats in Luang Prabang nicht viel zu sehen gibt, machen wir am folgenden Tag gemeinsam mit Luis und Florencia (einem argentinichen Paaerchen vom Schiff) einen Tagesausflug in die Umgebung von Luang Prabang.
Erster Programmpunkt sind die Pak Ou Caves – 2 kleine Hoehlen ueber dem Mekong, ziemlich finster aber voll mit Buddah Statuen.
Der 2. Stopp gefaellt uns deutlich besser: etwa 30 km suedlich von Luang Prabang gibt es einen Wasserfall mit unglaublich tuerkiesblauem Wasser in dem man wunderbar baden kann. Wir verbringen einige Stunden damit von Baeumen, Seilen und vom Wasserfall ins kuehle Wasser zu springen – absolut traumhaft bei dem extrem schwuelen, heissen Wetter hier.
Von hier aus geht es nun weiter Richtung Sueden, aber ab jetzt wieder per Bus, obwohl das angesichts der Bus- und Strassenverhaeltnisse hier wahrscheinlich nicht viel schneller ist als mit dem Schiff.



























