Beach-Life in Kambodscha

8 05 2010

Nach ueber einem Monat sehen wir endlich wieder das Meer! Von Phnom Penh aus sind wir mit dem Bus nach Kep im Sueden von Kamboscha gefahren, um von dort mit dem Boot nach Rabbit Island ueberzusetzen – einer kleinen Insel, wo sich wirklich noch Fuchs und Hase Gute Nacht sagen. Ausser ein paar einfachen Bungalows am Strand und vielen frischen Meeresfruechten gibt es hier nicht viel – nicht einmal Strom. Am Abend wird fuer ein paar Stunden ein Generator angeworfen, damit man genug Licht hat, um das frischen Krabbenfleisch aus dem Panzer zu knacken. Aber um Punkt 10 wird der Generator abgestellt – bloed fuer Leute wie uns, die keine Taschenlampe griffbereit haben, denn es ist verdammt schwer an einem stockdunklen Strand seinen Bungalow wiederzufinden.

Unser naechstes (und letztes) Ziel in Kambodscha war Sihanoukville – laut Reisefuehrer der einzige Ort in Kambodscha, der einem richtigen Beach Ressort am naechsten kommt. Uebersetzt bedeutet das: ein ziemlich verdreckter, ueberfuellter Strand an dem sich Bar an Bar quetscht und wo die neuesten Asia-Hits aus Lautsprechern droehnen. Ballermann-Feeling auf kambodschanisch.

Ein bisschen ausserhalb der Stadt finden wir aber zum Glueck noch einen etwas urspruenglicheren Strand – zwar wieder ohne Strom, dafuer aber schneeweiss und fast menschenleer mit einfachen Bungalows und noch einfacheren Restaurants. Getaucht wird diesmal nicht, stattdessen haben wir uns wieder einmal dem Fischen gewidmet und sind ueberraschend erfolgreich gewesen! Ein ziemlich grossen Elephant-Fish konnte meiner Angel nicht wiederstehen und ist noch am gleichen Abend in der Form von Amok (einer Art Fisch-Curry) auf unseren Tellern gelandet.



Happy New Year

28 04 2010

Bevor wir Siem Reap Richtung Phonm Pehn verlassen haben, wurde noch einmal richtig gefeiert. In Kambodscha (wie auch in Thailand, Laos und Myanmar) gehen die Uhren etwas anders als bei uns und so wurde Mitte April der Beginn des Jahres 2554 (Buddhist Era) gefeiert! Zu diesem Anlass wurden wir netterweise von den Angestellten unseres Guesthouses zu Speiss und Tanz eingeladen. So kam es also, dass wir zu asiatischen Klaengen mit wiegenden Schritten und seltsamen Handverrenkungen stundenlang um einen Tisch getanzt sind (siehe Fotos).

Anders als bei uns geben sich die Leute hier aber nicht mit einem Abend zufrieden. Neujahr wir 3 Tage lang gefeiert und zwar feuchtfroehlich -im wahrsten Sinne des Wortes. Kinder beschuetten einen mit literweise Wasser (was bei den hohen Temperaturen eigentlich ganz angenehm ist) und nebenbei wird man auch noch mit Kreide in allen Farben bemalt.

Die Feiertagsstimmung hat uns allerdings schnell verlassen, als wir Phnom Pehn erreicht haben, wo wir uns mit einem sehr viel ernstern Kapitel dieses Landes auseinander gesetzt haben. Wir haben Tuol Sleng (besser bekannt als S21-Gefaengnis) besucht, wo unter Pol Pot und seinen Khmer Rouge zwischen 1975 und 1979 rund 20.000 Gefangene festgehalten und gefoltert wurden. Nur 8 Personen haben die Gefangenschaft ueberlebt! Noch heute erinnern Folterinstrumente, unglaublich kleinen Zellen und sporadische Blutflecken am Boden an die unmenschlichen Qualen, die hinter diesen Waenden stattgefunden haben.

Auch abseits des S21 hat Phnom Penh einen eher deprimierenden Eindruck auf uns gemacht. Die Stadt ist unglaublich dreckig – Muellberge liegen an allen Strassenecken, Ratten und streunende Hunde wuseln zwischen Unmengen von Motorraedern und es stinkt gewaltig. Aus diesem Grund haben wir unseren Aufenthalt in Phonm Penh auf ein Minimum von 2 Naechten beschraenkt und uns dann schleunigst auf den Weg zur Kueste gemacht, wo wir wieder ein bisschen Sonne und gute Laune tanken werden.



Angkor Wat & Co

23 04 2010

Unser Abstecher durch den Osten Thailands war nur kurz. Nach 3 Tagen ueberqueren wir in O’Smach schon wieder die Grenze – diesmal nach Kambodscha – und sind nun wirklich am A. der Welt angelangt. Im Grenzdorf gibt es zwar 2 grosse Casions fuer thailaendische Zocker, aber dahinter gibt es nicht einmal mehr eine vernuenftige Strasse, geschweige denn Busse.

Fuer teure 30 Euro koennen wir aber immerhin ein Taxi mieten, dass mit uns in halsbrecherischer Geschwindigkeit ueber die holprige Erdpiste Richtung Siem Reap bringt. Links und rechts von der Strasse wechseln sich wacklige Holzhuetten mit Kuehen und knallroten Mienenwarnschildern ab – Willkommen in Kambodscha!
4 Stunden spaeter erreichen wir erstaunlicherweise unversehrt Siem Reap, wo wir unser Basislager fuer die Besichtigung von Angkor Wat & Co aufschlagen und auch wieder auf unsere argentinischen Freunde aus Laos treffen.

Eigentlich haben wir geplant, die Tempel-Erkundungstour auf eigene Faust per Mietmoped zu unternehmen. Aber zur Unterstuetzung der oertlichen Tuk-Tuk-Fahrer ist es fuer Auslaender in Siem Reap verboten Mopeds zu mieten. Also bleibt uns nichts anderes uebrig als die Tour mit dem Tuk-Tuk zu machen.
Fruehmorgens bei Sonnenaufgang geht es los. Erster Stopp sind die praechtigen Tempelruinen von Angkor Wat. Wir haben Glueck, denn die meisten Touristen haben den Sonnenaufgang vor Ort in Angkor Wat erwartet und verlassen den Tempel bei unserer Ankunft schon wieder. So koennen wir die Ruinen in den kuehlen Morgenstunden fast alleine geniessen.
Weiter geht es dann nach Angkor Thom und zum nicht weniger beeindruckenden Bayon-Tempel von dem unzaehlige Steingesichter in alle Richtungen blicken. Langsam wird es aber richtig heiss und immer mehr Busse mit chinesischen und koreanischen Touristen kommen angerollt. Letzten Endes bleibt uns nur die Flucht ins Tuk-Tuk.

In der Mittagshitze erreichen wir schliesslich Ta Prohm, einen von Dschungel ueberwucherten Tempel, der als Kulisse fuer Tomb Raider diente. Riesige Wurzeln haben sich im Laufe der Jahre ihren Weg durch die alten Steine gesucht und der Anblick ist faszinierend. Wir suchen uns allerdings erst einmal ein schattiges Eck und halten eine kurze Siesta um uns von der Hitze und den vielen Besichtigungen zu erholen, bevor wir unsere Tour fortsetzen.

Unser Fazit nach einem langen, heissen Tag und vielen, vielen Tempeln: neben Machu Picchu und den Wasserfaellen von Iguazu war das sicher eines der Highlights unserer Reise – wenn nicht sogar das Beste.



Ein Hauch Paris am Mekong

18 04 2010

Wieder einmal liegen 150 Km Busfahrt vor uns – also rund 4 Stunden bis wir Vientaine – die Hauptstadt von Laos – erreichen. Auch hier ist es unglaublich heiss und ausser dem trueben, braunen Wasser des Mekong gibt es hier leider nichts zum Abkuehlen.

Aber immerhin gibt es einige Kilometer ausserhalb der Stadt einen ziemlich faszinierenden Buddha-Park, mit riesigen Buddha- und Goetterfiguren aus Beton.

Nach dem Besuch im Buddha Park sehen wir uns die Stadt ein bisschen an. An die franzoesische Kolonialzeit erinnert ausser einigen Strassenschildern und vielen, vielen Baguette-Staenden nicht mehr viel. Aber immerhin gibt es – wie in Paris – einen breiten Boulevard mit Triumphbogen. Und einen unheimlich romantischen Sonnenuntergang am Mekong gibt es auch (inklusive pechschwarzer Rauchwolken von Baumaschinen, die dort am Ufer arbeiten).

Das aussergewoehnlichste an der Stadt sind jedoch die Autos: saemtliche Autos die in der Stadt herumfahren, sind gross, teuer und nagelneu. Hauptsaechlich sind es SUVs von Toyota, aber wir sehen auch einige Mercedes, BMW und auch einen Porsche Cayen. Mittelklasseautos, oder Autos die irgendwie aelter oder gebraucht aussehen existieren einfach nicht. Wer sich kein neues, teures Auto leisten kann faehrt mit dem Fahrrad oder dem Moped. Es ist ein ziemlich seltsamer Anblick in so einem armen Land so unglaublich viele nagelneue Autos auf einem Haufen zu sehen.

Hier in Vientaine endet auch unser Laos Abenteur. Wir beschliessen, nicht auf der Haupttouristenroute ueber die 4000 Inseln im Sueden von Laos nach Kambodscha zu reisen. Stattdessen ueberqueren wir die Friendship-Bridge ueber den Mekong und setzen unsere Reise im wenig besuchten Osten von Thailand fort.



Traktorreifen gegen Hitzetod

12 04 2010

Von Luang Prabang aus fahren wir ins 200 km entfernte Vang Vieng – eine Strecke fuer die wir im Bus gute 5 Stunden brauchen, denn der Bus ist uralt und die Strassen sind kurvig, bergig und nicht im besten Zustand. Es ist absolut unmoeglich waehrend der Fahrt zu lesen oder zu schlafen, man kann nur dasitzen und warten, bis das Hirn vollstaendig zu Brei geschuettelt ist – aber auch diese Fahrt ist irgendwann zu Ende.

In Vang Vieng machen wir das, was wohl jeder Tourist dort macht: Tubing am Nam Xong River. In alten Traktorreifen kann man sich stundenlang am Fluss dahindreiben lassen, vorbei an einigen netten Bambus-Bars (teilweise leider schon etwas zuvielen) und entlang einer wunderschoenen Naturkulisse mit hohen Kaltsteinfelsen. Auch eingien Wasserbueffeln und einer Schlange (leider ohne Foto) begegnen wir im Wasser. Was gibt es schoeneres als einen Tag lang nichts anderes zu tun, als in einem Reifen im kuehlen Wasser zu treiben?!

Und weil’s so schoen ist, bleiben wir gleich noch einen zweiten Tag, mieten uns wieder einmal ein Moped und erforschen einige einsame, sehr finstere Hoelen und finden wieder einmal einen unglaublich schoenen Platz am Fluss zum Baden – ansonsten waere die Hitze hier auch kaum mehr ertraeglich, denn es ist immer noch extrem schwuel und die Temperatur betraegt so knapp unter 40 Grad.



Im Slowboat am Mekong

7 04 2010

Da unser thailaendisches Visum leider nach 30 Tagen abgelaufen ist, mussten wir Thailand wohl oder uebel verlassen und so sind wir von Chiang Rai aus mit dem Bus zur Grenze nach Laos gefahren. Die Grenzformalitaeten waren einfacher als erwartet: ein paar Formulare ausfuellen, mit der Faehre ueber den Mekong fahren, viel Geld fuer ein Laos Visum bezahlen und schon sind wir drin.

Laos soll eines der aermsten Laender der Welt sein, aber auf den ersten Blick schaut es nicht wirklich anders aus als in Thailand. Nur die Waehrung ist hier deutlich schwaecher und nachdem wir einige Bath gewechselt haben, sind wir beinahe Millionaere – aber leider trotzdem nicht reich, wie wir schnell feststellen, denn zum Teil sind die Preise in Laos (zumindest fuer Touristen) deutlich hoeher als in Thailand. Jetzt sind also unsere suedamerikanischen Verhandlungskuenste wieder gefragt.

Nach einer Ubernachtung in einem ziemlich heruntergekommenen chinesischen Guesthouse in der Grenzstadt Houay Xai, fahren wir mit dem Slow-Boat den Mekong River hinunter bis Luang Prabang. Das Boot ist wirklich extrem langsam und wir sind insgesamt 2 Tage lang unterwegs (mit einer Uebernachtung in Pak Beng). Aber es ist schoen, einfach einmal 2 Tage lang nichts zu tun als auf den Fluss zu schauen, zu lesen und neue Leute kennenzulernen. Als Alternative haette es auch Speed-Boote gegeben, auf denen man mit Schwimmweste und Sturzhelm ausgeruestet ueber den Mekong flitzt. Aber wie wir gehoert haben zerschellen diese Boote ziemlich oft an irgendwelchen Felsen im Fluss (daher die Sturzhelme), was die Slow Boote gleich deutlich attraktiver macht.

In Luang Prabang haben wir einige Probleme eine halbwegs bezahlbare Unterkunft zu finden, denn scheussliche kleine Zimmer ohne Bad fuer 40-50 USD sind dort anscheinend ganz normal, aber wir suchen solange und verhandeln hart, bis wir doch noch ein normales Zimmer fuer 6 EUR bekommen. Da es ausser einem grossen Markt und einigen Wats in Luang Prabang nicht viel zu sehen gibt, machen wir am folgenden Tag gemeinsam mit Luis und Florencia (einem argentinichen Paaerchen vom Schiff) einen Tagesausflug in die Umgebung von Luang Prabang.

Erster Programmpunkt sind die Pak Ou Caves – 2 kleine Hoehlen ueber dem Mekong, ziemlich finster aber voll mit Buddah Statuen.
Der 2. Stopp gefaellt uns deutlich besser: etwa 30 km suedlich von Luang Prabang gibt es einen Wasserfall mit unglaublich tuerkiesblauem Wasser in dem man wunderbar baden kann. Wir verbringen einige Stunden damit von Baeumen, Seilen und vom Wasserfall ins kuehle Wasser zu springen – absolut traumhaft bei dem extrem schwuelen, heissen Wetter hier.
Von hier aus geht es nun weiter Richtung Sueden, aber ab jetzt wieder per Bus, obwohl das angesichts der Bus- und Strassenverhaeltnisse hier wahrscheinlich nicht viel schneller ist als mit dem Schiff.



Ich Tarzan – Du Jane!

30 03 2010

Von Chiang Mai aus sind wir rund 3 Stunden mit dem Bus in die dschungelueberwucherten Huegel von Pai gefahren um ein bisschen Abenteuer zu erleben. Mit Mr. Chart – einem alten Dschungeljaeger – haben wir schnell einen erfahrenen Guide gefunden und gemeinsam mit seinem Assistenten Sup sind wir frueh am Morgen aufgebrochen um 2 Tage in einem absolut entlegenen Winkel im tiefsten Dschungel, abseits von allen anderen Trekkingtouristen, zu verbringen.

Bewaffnet mit Gewehr und Machetten sind wir also losgestapft. Mr Chart hat uns gleich zu beginn von Tigern, Baeren, Schlangen, Taranteln, riesigen Wildschweinen und 40 kg schweren Affen erzaehlt, die ueberall im Dschnungel wohnen, aber wir haben erst einmal nur illegale Teakholz-Schlaeger gesehen. Unterwegs haben wir auch zahlreiche Graeber von burmesischen Drogenschmugglern passiert, die hier im Dschungel von Grenzsoldaten erschossen wurden, aber zum Glueck sind wir auch denen nicht begegnet.

Mittags gab es noch ganz zivilisiert Reis (mit Hilfe von Bananenblaettern in Bambusrohren gekocht) und gegrilltes Rind- und Huehnerfleisch. Aber das war auch schon das letzte „normale“ Essen. Nach einigen schweisstreibenden Stunden im schwuelen Dschungel haben wir am spaeten Nachmittag endlich einen Platz mit Frischwasser erreicht, wo wir unser Nachtlager aufschlagen konnten. Dazu war aber erst einmal harte Arbeit notwendig: Bambusrohre mussten gefaellt und Bananenblaetter gesammelt werden, um uns einen Unterschlupf zu bauen. Ausserdem mussten wir dringend unsere Wasservorraete auffuellen und daher Literweise Flusswasser in Bambusrohren im offenen Feuer kochen.

Und auch fuer das Abendessen musste natuerlich gesorgt werden, aber dafuer hatten wir ja unseren Jaeger. Gleich bei Einbruch der Dunkelheit hat Mr. Chart sich gemeinsam mit Philipp auf den Weg gemacht um Froesche zu jagen. Um diese aus ihren Verstecken zu locken hat Mr. Chart einfach ein Buschfeuer entfacht. Da der Boden staubtrocken war, waren wir anfangs etwas besorgt, dass das Feuer voellig ausser Kontrolle geraten wuerde. Aber unser Dschungelguide wusste schon was er tat und das Feuer ging wie von ihm prophezeit genau an den Richtigen Stellen wieder von selbst aus. Die gefangenen Froesche bekamen wir uebrigens anschliessend als leckere Tom Yam Frog – Soup serviert.

Waehrend wir die Nacht gemuetlich in unserem Bananen-Bambus-Lager verbracht haben, ist Mr. Chart natuerlich wieder auf die Jagd gegangen und konnte uns beim Aufwachen seinen naechsten Fang praesentieren: irgendeine Riesenratte (angeblich ein Racoon), die er erst einmal uebers offene Feuer gehalten hat um sie zu haeuten, bevor Helferlein Sup das Tier ausgenommen hat und uns zum Fruehstueck eine scharfe Suppe aus Ratteninnereien und Reis gekocht hat. Aber da Innereien ja nicht jedermanns Sache sind, gab es natuerlich auch noch einige Froesche vom Vorabend – diesmal am Spiess gegrillt.

Gestaerkt von diesem etwas aussergewoehnlichen Fruehstueck haben wir uns schliesslich wieder auf den Weg in die Zivilisation gemacht. Auf dem Rueckweg sind wir an einem netten Wasserfall vorbei gekommen, wo wir uns erst einmal den ganzen Dreck abwaschen konnten und unser Jaeger hat unterwegs noch schnell eine Eule geschossen. Unsere Befuerchtungen, dass wir Mittags Eulensuppe bekommen wuerden, hat sich aber gluecklicherweise nicht erfuellt – es gab nur gegrillte Froesche, Reis und Papayas. Nach stundenlangem Vorwaertskaempfen durch den dichten Dschungel (wobei wir tatsaechlich noch 2 Schlangen gesehen haben) sind wir schliesslich am Nachmittag wohlbehalten wieder in Pai angekommen, wo wir uns erst einmal im Supermarkt Cola, Chips und Schokoriegel zur Erholung gekauft haben.

Uebrigens: den Rest der „Ratte“ und die Eule haben wir an den folgenden 2 Abenden noch als Ragout kosten duerfen. Allerdings brauchten wir ziemlich viel Whiskey um die Koestlichkeiten hinunter zu spuelen 🙂



Crazy days in Sydney

2 03 2010

Vor unserer Weiterreise nach Asien haben noch einmal Lisa, Matt & James in Sydney besucht. Diesmal war das Wetter perfekt und wir haben viel Zeit im hauseigenen Pool und am beruehmten Bondi Beach verbracht.

Daneben haben wir aber auch Mardi Gras besucht, ein riesiges Schwulen & Lesben Fest in Sydney mit einer verrueckten Parade am Samstag Abend.
Hier ein paar Bilder aus dem bunten Sydney.



Fish’n Surf

25 02 2010

Leider hat uns auf der Fahrt Richtung Great Barrier Reef der Dauerregen wieder eingeholt und so haben wir kurzerhand umgedreht und haben uns etwas weiter suedlich ausgiebig dem australischen Strandleben gewidmet.

Erste Anlaufstelle war Noosa an der Sunshine Coast, wo wir als erstes unser Glueck beim Hochseefischen versucht haben. Aber wie so oft sind wir leider wieder absolut leer ausgegangen. Philipp hat zwar ein paar nette Fischchen gefangen, aber die waren alle zu klein, um sie mitzunehmen. Und ich habe mehr mit Seekrankheit als mit Fischen gekaempft und war somit auch kein erfolgreicher Petrijuenger.

Somit haben wir unsere Fischerkarriere bis auf weiteres an den Nagel gehaengt und haben uns eine neue Beschaeftigung am Meer gesucht: Surfen!
Nach 2 Kursstunden waren wir immerhin schon in der Lage einige Wellen zu erwischen, am Brett aufzustehen und mehr oder weniger geradeaus zum Strand zu reiten. Die naechsten 2 Nachmittage haben wir fast ausschliesslich auf gemieteten Surfbrettern im Wasser verbracht, bis uns Erschoepfung und Muskelkater zur Weiterreise getrieben haben.

Nach diesen ersten Surfversuchen war der naechste logische Stopp auf unserer Reise natuerlich Surfer’s Paradise an der Gold Coast, eine grosse, verrueckte, glitzernde Hochhausstadt an einem endlosen Strand, wo wir uns aber aufgrund von eher schlechtem Wetter und hohen Wellen aufs Zuschauen beschraenkt haben.

Mittlerweile sind wir in Byron Bay in New South Wales angekommen, einem kleinen Dorf mit unglaublich billigem Essen, vielen Traveller-Bars (in denen wir den Altersschnitt deutlich heben) und Delfinen, die direkt vor der Kueste in den Wellen spielen.
Leider ist unsere Zeit in Australien aber beinahe wieder vorbei und morgen machen wir uns bereits auf den Weg nach Sydney, wo wir am 1. Maerz Richtung Bangkok starten.



Ab in die Hoelle

6 02 2010

Nach all dem Regen auf der Suedinsel brauchten wir dringend ein bisschen Waerme. Und was ist da wohl besser geeignet als Vulkane!

Mit unserem superkleinen Miniflitzer sind wir also schnurstracks ins Herz der Nordinsel gefahren, in den Tongariro Nationalpark, wo es tatsaechlich noch aktive Vulkane gibt. In einer 7-stuendigen Wanderung haben wir das gesamte Vulkanplateau durchwandert, dass uebrigens die Kulisse fuer Mordor in Herr der Ringe war. Und auch wenn der letzte Vulkanausbruch schon 15 Jahre zurueckliegt, kann man deutlich sehen, wie die Erde arbeitet: ueberall kommt heisser Dampf aus dem Boden und der Schwefelgeruch ist wirklich ziemlich penetrant.

Nach unserm Vulkanabenteuer haben wir ein Geo-Thermal-Gebiet in der Naehe von Rotorua besucht und das hatte wirklich Aehnlichkeit mit der Hoelle – allerdings mit einer recht schoenen Hoelle. Blubbernde Schlammloecher wechselten sich mit dampfenden Seen ab, die aufgrund der mineralischen Ablagerungen in den unglaublichsten Farben gefaerbt sind. Und ueber allem haengt natuerlich staendig ein furchbareer Schwefelgestank.

Dieser Teil von Neuseeland gefaellt uns bisher am besten, weil die Vulkane fuer uns etwas voellig Neues und Unbekanntes sind. Zum ersten Mal sind wir auch so richtig mit der Maori-Kultur in Kontakt. In diesem Gebiet von Neuseeland leben zahlreiche Maori und ueberall stolpert man ueber wunderschoene geschnitzte Figuren und Verzierungen.
Und ein riesiger Vorteil dieser aktiven Vulkangegend sind die unzaehligen heissen Thermalquelen, die in fast jedem Ort zu finden sind. So kann man sich nach einem langen Wandertag wunderbar erholen.